So nutzt du das Präsenzwochenende zum Networking: Vom Smalltalk zum Business Talk

Zu jedem Fernstudium gehören einige Präsenztage oder -wochen. Das Teilnehmerfeld eines solchen Studienganges setzt sich dabei meist aus ganz unterschiedlichen Studierenden zusammen. Ein großer Teil Deiner Kommilitonen wird ebenfalls einen Beruf ausüben und somit könnte sich aus jedem Gespräch ein vielversprechender Kontakt entwickeln.

Es kommt also darauf an, sich offen zu zeigen, interessiert an Gesprächsrunden teilzunehmen und herauszufinden, welche Lebenswege jeder Einzelne bereits hinter sich hat. Mit ein paar Tricks lenkst Du die Gespräche vom Smalltalk zum Business Talk und sammelst wertvolle Informationen. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass Dein Gesprächsinteresse niemals nur geheuchelt und oberflächlich sein sollte. Die meisten Menschen reagieren sehr sensibel darauf und es stößt nicht unbedingt auf Gegenliebe, wenn Du mit jedem krampfhaft ein Gespräch beginnen willst.

 

1. Beobachte die Anwesenden und wähle eine Strategie

Wer wirkt interessant auf Dich und wie verhält er sich? Handelt es sich um einen extrovertierten, gesprächigen Menschen, dann begib Dich Stück für Stück in seine Nähe und lass Dich ansprechen. Vielleicht benötigst Du auch etwas Geduld, ein paar interessierte Blicke oder ein freundliches Lächeln. Schwieriger ist es, wenn jemand von sich aus keine Gesprächsangebote unterbreitet. Hier musst Du selbst aktiv werden und durch Beobachtung die geeignete Einstiegsfrage finden. Ankündigen kannst Du Dein Interesse auch hier bereits mit einem Lächeln oder ein paar freundlichen Blicken.

 

2. Die richtige Gesprächseröffnung

Die Frage nach der Uhrzeit oder dem Weg in einen bestimmten Raum lässt sich zwar leicht stellen, dient aber nicht unbedingt als Eröffnung. Trinkt jedoch jemand Kaffee, Saft oder etwas anderes, dann kannst Du beispielsweise erfragen, wo Du dieses Getränk auch bekommen kannst und Deinem avisierten Gesprächspartner anbieten, auch ihm noch etwas mitzubringen. Meist entwickelt sich später beim gemeinsamen Trinken ein lockeres Gespräch, zumindest aber ist das Eis gebrochen.

Da in Deiner Situation jedoch alle dasselbe Fach studieren werden, kannst Du zum Beispiel auch danach fragen, wie Dein Gegenüber auf das Studium aufmerksam geworden ist, woher Dein Gesprächspartner kommt und was er beruflich macht. Gibt es dabei Punkte, die für Dich interessant sein könnten? Dann folgt der dritte Punkt.

 

3. Das Gespräch halten

Analysiere für Dich, was Dein Gegenüber interessant macht. Interessiert Dich sein Beruf? Seid ihr in ähnlichen Branchen tätig? Habt ihr offenbar ein gemeinsames Hobby? Einen Kontakt solltest Du nur dann erhalten, wenn Dich etwas wirklich interessiert. Benenne das, was Dir an dem Gespräch bisher gefallen hat. Gefällt Dir der Job des anderen, dann sag ihm das und bekenne Dich dazu, dass Du gern weiterhin den Kontakt pflegen möchtest, indem ihr zum Beispiel Mail-Adressen oder Ähnliches austauscht.

Die meisten Anwesenden werden ebenfalls auf der Suche nach Kontakten sein, also ist es ratsam, dies auch zu nutzen. Möchte jemand dies nicht, dann solltest Du das allerdings akzeptieren.

 

4. Auf den weiteren Kontakt vorbereiten

Ist jemand interessant für Dich und ihr beschließt, in Kontakt zu bleiben, dann solltest Du dies auch aktiv betreiben. Melde Dich also hin und wieder und liefere interessante Informationen. Möchtest Du im Gegenzug etwas erfahren, dann frage nach guten Websites, Magazinen oder Büchern und biete Deinem Gesprächspartner ruhig an, dass er Dir diese Informationen auch gern per E-Mail zukommen lassen kann. Naht die nächste Präsenzveranstaltung, dann vereinbart bei gegenseitiger Sympathie ein Treffen.

 

Weitere Tipps und Hinweise

Die Präsenzphasen sind gute Gelegenheiten für Networking. Dabei knüpfst Du nicht nur Kontakte zu Einzelnen, sondern nutzt die Gruppendynamik. Hast Du erst einmal Anschluss an wenige Personen gefunden, dann kannst Du zum Beispiel ein eigenes Netzwerk vorschlagen. Was würden andere davon halten, eine Gruppe auf Facebook oder einer anderen Plattform zu gründen? Viele werden Deinen Vorschlag sicher gern annehmen. Du erhältst somit die Kontaktdaten vieler Teilnehmer und weitere werden hinzu kommen. Zurückhaltenden Menschen gibst Du zudem auch die Möglichkeit, sich an dieser Gruppe zu beteiligen.
Gibt es eine Vorstellungsrunde, dann nutze sie, um auch ein paar persönliche Informationen zu liefern. Erwähnst Du Deine Familie, Deinen Beruf und Dein Hobby, gibst Du anderen Möglichkeiten zum Anknüpfen. In einer Gruppe auf Facebook o.Ä. kannst Du eine solche Runde selbst initiieren. Ein selbst organisiertes Treffen während der nächsten Präsenzphase erleichtert die weitere Kommunikation.
Berufliche und geschäftliche Interessen sollten Deine Kontakte nicht dominieren. Niemand möchte sich schließlich nur benutzen lassen. Es gilt auch hier der Grundsatz: Frist give, then take.

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