Per Abendschule oder Fernstudium zum Techniker? Pro und Contra

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

Per Abendschule oder Fernstudium zum Techniker? Pro und Contra

Juni 26, 2017 Finanzielles 0

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Die Ausbildung zum Techniker erfordert von Interessenten nicht nur Interesse und Können, sondern zugleich auch Zeit. Die persönliche Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker jedoch kann einfach durch passende Kurse an der Abendschule oder als Fernstudienkurs absolviert werden. Die Gründe für die Weiterbildung mögen zwar unterschiedlich sein, die Weiterbildung unterscheidet sich jedoch meist nur gering. Sowohl positive wie negative Aspekte weisen beide zugleich auf.

 

Techniker oder Meisterfortbildung – ein preislicher Unterschied

Ist das Interesse vorhanden, eine Aus- bzw. Weiterbildung zum Techniker zu absolvieren, muss zunächst eine wichtige Frage beantwortet werden: Ausbildung zum Techniker oder doch die Meisterfortbildung. Sowohl Abendschule und Fernstudium bieten die Möglichkeit, eine Weiter- bzw. Ausbildung nach eigenem Ermessen durchzuführen. Da der Techniker über dem Meister steht, ist die Weiterbildung zu diesem die bessere Alternative. Die Ausbildung in der Abendschule wird gleich wie die Technikerweiterbildung im Rahmen der staatlichen Förderung BaföG gefördert. Ist der Kurs an der Abendschule staatlich anerkannt, ergo ist er akkreditiert, muss die Aus- bzw. Fortbildung nicht vollkommen alleine bezahlt wird. Das BaföG sponsert die Fortbildung in einer Höhe von 30 Prozent. Diese Förderung gilt jedoch nur für die Ausbildung an der Abendschule.

Der Fernstudienkurs kann nicht mit dem BaföG abgedeckt werden. Somit ist die Ausbildung zum Techniker bzw. zum Meister an der Abendschule kostengünstiger. Zudem informiert die Arbeitsagentur über mögliche Studienfinanzierungen, wenn die Ausbildung an der Abendschule durchgeführt werden möchte.

 

Steuerliche Vorteile an der Abendschule

Wird die Ausbildung zum Techniker an der Abendschule durchgeführt, erhalten alle Auszubildenden steuerliche Vorteile. Dies gilt für eine Teilzeit- wie Vollzeitausbildung. Durch die steuerlichen Vorteile spart der Auszubildende weiter Geld. Der Studienkurs an einem Fernstudieninstitut hingegen bietet diese Vorteile nicht, da einige dieser Vorteile mit der Anreise zum Ausbildungsort sowie Finanzierung der Lernunterlagen geschehen. Da sowohl die Anreise zum Studienort wie die eigene Finanzierung von notwendigen Lernunterlagen bei einem Fernstudienkurs entfallen, ist der Studiengang aus steuerlicher Sicht wesentlich teurer.

Zu den steuerlichen Vorteilen einer Ausbildung an der Abendschule zählen zunächst die An- und Rückfahrt zur Schule. Die gefahrenen Distanzen können immer steuerlich geltend gemacht werden. Sämtliche Lernbücher, welche nicht von der Schule gestellt werden, sowie Lernmaterialien und Zeitschriften lassen sich ebenfalls steuerlich absetzen. Viele Schulen stellen zudem eine Bescheinigung aus, dass ein Computer für die Ausbildung benötigt wird. Aus diesem Grund können sich die Auszubildenden einen neuen Computer einfacher kaufen, da er wesentlich günstiger ist. Gleichfalls können die Online-Kosten wie der Internet-Anschluss oder die Flatrate teilweise geltend gemacht werden. Dies gilt ebenso für Computerzubehör.

 

Harte Herausforderung

Bezüglich Aus- bzw. Weiterbildung zum Techniker ist es vom Arbeitsaufwand nahezu gleich, sodass hier kein wesentlicher Unterschied zwischen Abendschule und Fernstudieninstitut besteht. Die Voll- bzw. Teilzeitausbildung benötigt viel Zeit und vor allem Selbstmotivation. Sämtliche Auszubildenden müssen genügend Motivation, Durchhaltevermögen und Zeit besitzen, um die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Selbst wenn die notwendigen finanziellen Ressourcen vorhanden sind, muss viel Zeit in die Ausbildung investiert werden. Der Vorteil der Abendschule liegt hierbei in den regelmäßigen Tests und der Anwesenheitspflicht. Letztere kann zugleich zu einem Nachteil werden, da die Schulzeit außerhalb der Arbeitszeit liegt und somit die Freizeit kürzer ausfällt.

Der Fernstudienkurs bietet die Möglichkeit, sich das Lernpensum und die Lernzeit frei einzuteilen, da hier eine Anwesenheitspflicht entfällt. Da allerdings auch keine kontrollierenden Prüfungen geschrieben werden oder der Lehrende vor Ort ist, müssen die Kursteilnehmer genügend Selbstmotivation besitzen, um den Kurs erfolgreich abschließen zu können. Damit weder Zeit noch Geld verschwendet werden, empfiehlt sich hierbei ein vierwöchiger kostenloser Probemonat an der Abendschule bzw. am Fernstudienkurs zu belegen. Anhand des Probemonats können die Interessenten selbst feststellen, ob sie genügend Motivation besitzen und sich der Aufwand tatsächlich lohnt.

 

Vollzeit- oder Teilzeitausbildung

Bei der Entscheidung, ob die Ausbildung an der Abendschule oder via eines Fernstudienkurses durchgeführt werden sollte, spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Die Ausbildung zum Meister an der Abendschule unterstützt die Auszubildenden zwar finanziell. Dennoch müssen diese nebenbei hauptberuflich arbeiten, um ausreichend Geld zur Verfügung zu haben. Hier bietet sich eine Teilzeitausbildung an, um die Freizeit nicht unnötig kurz zu halten. Kann das Berufsleben kürzertreten, funktioniert auch die eine Vollzeitausbildung. Während dieser wird die Schulzeit halbiert, wobei der Abschluss denselben Wert wie eine Teilzeitausbildung besitzt. In der Regel dauert eine Ausbildung an der Abendschule im Vollzeitausmaß zwei Jahre, in der Teilzeitvariante vier Jahre.

Der Fernstudienkurs hingegen eignet sich gut, um neben einer Berufstätigkeit absolvieren zu lassen, da sowohl die Lernzeit wie die Prüfungen sich frei einteilen lassen. Somit kann das Studium neben einer Vollzeitberufstätigkeit absolviert werden, wobei die Dauer sich je nach Anbieter unterscheiden kann. Dennoch ist das Fernstudium in der Regel wesentlich teuer, obwohl es dieselbe Zeitdauer umfassen kann. Da es sich immer um ein umfassendes Studium handelt, beziehen sich die vom Institut genannten Kosten stets auf das gesamte Studium, insofern dies nicht anders angegeben wurde. Ob das Fernstudium auch in einer Teilzeitvariante mit länger verteiltem Lernaufwand belegt werden kann, hängt ebenfalls vom Institut ab.

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