Gibt es eigentlich…Semesterferien im Fernstudium?

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

Gibt es eigentlich…Semesterferien im Fernstudium?

Januar 10, 2018 Allgemein Studienorganisation 0

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Das typische Studentenleben besteht aus Vorlesungs- und Lernzeiten sowie Ferien. Die Ferien werden als Lern- und Erholungsphase verwendet, sodass Präsenzstudenten mit neuer Energie auf die Universität gehen. Die verbreitetsten Ferien sind die Semesterferien, welche Sommer- und Wintersemester trennen. Ein Fernstudium unterscheidet sich hier wesentlich. Da das Fernstudium durchgängig über mehrere Monate hinweg besucht wird, entfallen die typischen Ferienzeiten und somit auch Semesterferien. Existieren somit Ferien und insbesondere Semesterzeiten bei Fernstudien auch?

 

Ferienzeit bei einem Fernstudium?

Jede Hochschule und Universität, welche Präsenzstudien ermöglicht, führt bestimmte Ferienzeiten. Vor allem Semesterferien sind an allen Hochschulen vorgeschrieben. Während dieser Zeit entfallen sämtliche Vorlesungen und die Studierenden erhalten Zeit, zu lernen, sich auf das kommende Semester vorzubereiten oder sich zu erholen. Fernhochschulen unterscheiden sich hierbei wesentlich. Typisch für Fernstudien an Fernhochschulen ist der durchgehende Unterricht. Die Studierenden werden nicht nach Semestern betreut oder der Dauer in Semestern eingeteilt. Da der Unterricht durchgehend ist, entfallen sämtliche Ferienzeiten. Dies schließt auch Semesterferien mit ein. Fernstudierende entscheiden somit selbst, wenn sie eine Woche Ferien benötigen.

Manche Anbieter, wie etwa die Fernuni Hagen beantworten die Frage, ob das jeweilige Institut fixe Ferienzeiten besitzt, in ihren Informationsunterlagen. Hierbei weisen die Anbieter in der Regel darauf hin, dass „Ferien“ nicht vorhanden sind, allerdings durch die freie Lerneinteilung jederzeit persönliche „Ferien“ abgehalten werden können. Dennoch sollten die „Ferien“ nicht mit Pflichtterminen wie etwa Prüfungen und Präsenzveranstaltungen übereinstimmen.

 

Freie Ferien und Urlaube

Der wesentliche Unterschied zwischen Präsenz- und Fernstudium und in gewisser Weise ebenfalls ein Vorteil sind die freien Lernzeiten. Die Studierenden eines Fernstudiums erarbeiten selbstständig den Lernstoff und können sich den Umfang der täglichen bzw. wöchentlichen Lehreinheiten frei einteilen. Viele Fernhochschulen senden die Lernunterlagen in Form von Lernpaketen, sodass die Studierenden die notwendigen Unterlagen nicht vollständig zu Studienbeginn, sondern erst im Laufe des Studiums erhalten. Meist werden die Pakete im Zeitraum von drei bis vier Monaten verschickt. Erarbeitet der Studierende den Lerninhalt schnell, wodurch er, bis die neuen Lernpakete eintreffen, eine lernfreie Zeit genießen kann, kann er eigenständig seine Ferien und Urlaube bestimmen.

Die Regelstudienzeit sowie die allgemeine Zeitdauer des Fernkurses bestimmen jedoch, wie häufig Lernpakete bzw. Lernmaterialien verschickt werden. Dadurch können manche Fernstudierende häufiger eine lernfreie Zeit in Anspruch nehmen, andere Fernstudierende hingegen selten.

 

Eigenständig lernfreie Zeiten bestimmen

Ein Fernstudium schließt Urlaube und Ferien nicht aus, obwohl keine typischen Ferien wie etwa Semesterferien existieren. Teilt sich der Fernstudent seine Zeit gut ein und lernt mit wöchentlichen Einheiten, kann er lernfreie Tage und „Ferien“ selbst bestimmen. Die Selbstdisziplin entscheidet letztendlich, wie lang die „Ferien“ sein können. Schiebt der Studierende beispielsweise die wöchentlichen Lernstunden auf, sodass er letztendlich mit seinem Pensum nach ist, sollte er keine unnötige bzw. unnötig lange Ferienzeit einteilen.

Zugleich müssen Fernstudierende berücksichtigen, dass ihre lernfreien Phasen bzw. „Ferien“ wesentlich kürzer ausfallen als jene von Präsenzstudenten. Dies hängt vor allem mit dem Lernpensum zusammen. Im Gegensatz zu einem Präsenzstudium mit beispielsweise einer dreijährigen Dauer müssen Fernstudierende den Lernstoff in deutlich kürzerer Zeit verinnerlichen. Aus diesem Grund müssen sie auch intensiver lernen. Jener Lernprozess, welcher Erholungsphasen fordert, ermöglicht jedoch keine lange Pause von etwa einem Monat oder länger. Semester- und Sommerferien mit mehreren Wochen vorlesungsfreie Zeit sind somit bei einem Fernstudium nicht möglich.

 

Bewusst Ferien abhalten

Ferien als Erholungszeit sind allerdings ebenfalls bei einem Fernstudium notwendig. Fernstudienkurse reduzieren deutlich die Freizeit. Vor allem berufstätige Personen, welche einen Kurs neben ihrer Arbeit besuchen, besitzen eine verringerte Anzahl an tatsächlich freien Stunden. Vor allem das Wochenende wird häufig „geopfert“, um den wöchentlichen Lernstoff zu erarbeiten. Aus diesem Grund benötigen Fernstudien mitsamt mehrjährigen akademischen Fernstudien, vorlesungs- und lernfreie Zeiten. Während dieser Zeit sollten die Studierenden nicht zu den Lernunterlagen greifen, sondern sich ausführlich erholen und neue Energien tanken. Diese können wiederum in die Arbeit und das Studium investiert werden.

Bei Fernstudierenden bieten sich Urlaubswochen im regulären Beruf gut an, um „Ferien“ zu genießen. Auch Zeiten ohne Präsenzveranstaltungen, Pflichtseminare oder Klausuren eignen sich als „Ferienzeit“. Viele Studierende neigen bewusst dazu, „Ferien“ abzuhalten, wenn die Prüfungszeit ihrer Einrichtung vorbei ist. Je nach Anbieter kann dies beispielsweise Ferien im März und bzw. oder September bedeuten.

 

Eigene Lernfähigkeit berücksichtigen

Obwohl „Ferien“ auch für Fernstudierende essentiell sind, um neue Energie fürs Lernen und Arbeiten zu erhalten, eignen sie sich nicht für jeden Studierenden. Manche Studierende verspüren nach „Ferien“ neue Energie, wodurch sie wieder mit voller Energie ihrer Tätigkeit nachgehen können. Andere Studierende hingegen können sich nach „Ferien“ nicht wieder aufs Lernen konzentrieren. Nach einer Ferienzeit kommen sie nur schwer wieder ins Lernen rein, sodass die Lernphasen intensiver und härter für sie ausfallen und die neu gewonnene Energie wieder weg ist. Aus diesem Grund sollte jeder Fernstudent seine eigene Lernfähigkeit früh genug einschätzen und auch berücksichtigen.

Studierende, welche leicht lernen, können sich längere „Ferien“ einfacher gönnen, als jene Studierende, welche schwer den notwendigen Lernstoff verinnerlichen und durch „Ferien“ gänzlich die Motivation verlieren.

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