Fernstudium vs. Präsenzstudium: Der große Vergleich

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

Fernstudium vs. Präsenzstudium: Der große Vergleich

Oktober 29, 2017 Allgemein 0

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Als angehender Student stehst du oft vor der Wahl, welche Art Studium du betreiben möchtest. Die Wahl auf die große Gruppe der Präsenzstudien treffen meistens Studenten ohne berufliche Vorbildung. Fernstudenten hingegen müssen in vielen Fällen bereits Arbeitspraxis bzw. eine Berufsausbildung vorweisen können. Doch was genau ist der Unterschied zwischen einem Fernstudium und einem Präsenzstudium? Der nachfolgende Artikel zeigt dir den Kampf Fernstudium vs. Präsenzstudium in einem großen Vergleich auf.

 

Rechtliche Hintergründe beider Studienarten

Fern- wie Präsenzstudien besitzen verschiedene Arbeitsschlüsse. Generell kannst du als Präsenzstudent einen Bachelor-, Master- oder Diplom sowie andere Abschlüsse erreichen. Auch ein Fernstudium bietet dir die Möglichkeit, diese Art von Abschluss zu erlangen, wobei diese rechtlich dieselbe Wertigkeit wie jene eines Präsenzstudiums besitzen. Generell regelt §18 des Hochschulrahmengesetzes (HRG) in der Bundesrepublik Deutschland die Verleihung von akademischen Titeln. Laut diesem Paragraf sind alle Hochschulen in der Lage, einen dementsprechenden Titel zu verleihen.

Hierbei ist es egal, ob die betreffende Bildungseinrichtung eine Präsenz- oder Fernhochschule ist. Dasselbe gilt bei international gültigen Master- und Bachelorgraden, sodass Fernstudenten an einer ausländischen Bildungseinrichtung ebenso einen gültigen Titel erlangen.

 

Akzeptanz am Arbeitsmarkt

Die Akzeptanz am Arbeitsmarkt fällt für ein Präsenz- und Fernstudium gänzlich unterschiedlich aus. Bewerber, welche ein Fernstudium abgeschlossen haben, besitzen eine deutliche Beliebtheit am Arbeitsmarkt und bei Personalentscheidern. Zusätzlich spricht für Fernstudenten, dass sie im Regelfall bereits erste Berufserfahrung vorweisen können, wodurch sie für viele Arbeitgeber deutlich interessanter als Präsenzstudenten sind.

Zugleich zeigen Fernstudenten durch den selbstständigen Lernaufwand ein hohes Maß an Eigenmotivation, welches vielen Arbeitgebern durchaus gefällt.

Da Präsenzstudenten durchaus ebenfalls Arbeitspraxis und andere persönliche Werte vorweisen können, stehen sie nicht unbedingt im Schatten von Fernstudenten.

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Vorteile eines Fernstudiums und eines Präsenzstudiums

Fernstudium wie Präsenzstudium bieten beide deutliche Vorteile. Je nach Vor- und Nachteil des Studiums kann die Wahl auf ein Fern- bzw. Präsenzstudium fallen. Das Präsenzstudium eignet sich vor allem für Studenten ohne berufliche Vorkenntnisse, welche ein Studium beginnen möchten. Das Präsenzstudium ist meist kostenlos und somit auch für einkommensschwächere Personen geeignet. Zugleich bieten verschiedene Förderprogramme wie das BAföG die Chance auf eine finanzielle Entlastung des Studenten. Das Präsenzstudium kann, wenn der Student die genannten Voraussetzungen der jeweiligen Hochschule erfüllt, beliebig betrieben werden, wobei die finanziellen Möglichkeiten als Eingrenzung dienen. Allerdings kann das Präsenzstudium nicht immer angefangen werden, da sich die Inskriptionszeiten an feste Termine halten.

Präsenzstudenten verbringen ihre Studienzeit aktiv an der Hochschule, stehen somit im direkten Austausch mit Professor und Mitstudenten. Ebenfalls besitzen sie, wenn sie keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, ausreichend Zeit zum Lernen. Treten Motivationsdefizite auf, lassen sie sich durch Austausch und Kontakt mit Mitstudenten besser ausgleichen, wodurch ebenso eine deutlich höhere Motivation entsteht.

Ein Fernstudium hingegen bietet die Chance, eine berufliche Karriere parallel zum Studium zu betreiben. Ist der Fernstudent nicht arbeitslos, kann er das Fernstudium abschließen, während er weiterhin berufstätig ist. Je nach Fernstudium fällt der finanzielle Aufwand geringer oder größer aus, wobei auch hier finanzielle Fördermaßnahmen existieren. Viele Arbeitgeber befürworten die zusätzliche Leistung ihres Arbeitnehmers, wodurch sie das Fernstudium nicht nur gutheißen, sondern ebenfalls finanziell unterstützen. Aufgrund der freien Lernzeiten existiert eine flexible Zeiteinteilung.

Die Fernstudenten müssen hierdurch aber ein hohes Maß an Eigendisziplin und Motivation aufbringen, um den Lernstoff tatsächlich zu erlernen. Des Weiteren findet das Fernstudium in den meisten Fällen daheim statt, sodass keine geographische Bindung entsteht. Lediglich manche Prüfungen oder Präsenzphasen müssen vor Ort an der Fernschule absolviert werden.

 

Zeiteinteilung und Flexibilität bei Präsenz- und Fernstudien

Einer der großen Unterschiede bei einem Präsenz- und Fernstudium ist die Zeiteinteilung und generelle Flexibilität. Das Präsenzstudium ist generell weniger flexibel als das Fernstudium, da du als Student fixe Lehrveranstaltungen mitsamt Prüfungen und anderen Veranstaltungen besuchen musst. Das Fernstudium wird dafür in den eigenen vier Wänden betrieben, sodass die Flexibilität bezüglich Zeiteinteilung, Lernphasen und Arbeitsaufwand wesentlich besser ausfällt. Aufgrund der erhöhten Flexibilität eignet sich das Fernstudium für all jene Studenten besser, welche neben dem Studium einer beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Das striktere Präsenzstudium ermöglicht zwar eine berufliche Tätigkeit. Diese lässt sich jedoch schwerer vor allem auf den zeitlichen Faktor bestimmt durchführen, da die Lern- und Lehrveranstaltungszeiten vorgegeben sind. Alternativ kann das Präsenzstudium als Teilzeitstudium betrieben werden. Bei diesem streckt sich aber die allgemeine Studienzeit, sodass mehr Semester benötigt werden, um das Studium zu beenden. Dies kann sich wiederum negativ auf die Arbeitszeit des Studenten auswirken.

Die hohe Flexibilität beim Fernstudium ist zugleich an eine gute Eigendisziplin gekoppelt. Du als Studierender bestimmst die Dauer, Intensität und den Zeitpunkt deines Lernens selbstständig. Ebenfalls darfst du selbst auswählen, wenn du dein Studium beendest, falls deine Hochschule keine konkreten Termine nennt. Bei einem Präsenzstudium wirst du hingegen mit konkreten Lernzeiten und einem konstanten Pensum konfrontiert, wodurch du nur wenig eigenständige Möglichkeiten bezüglich deiner Lernphasen besitzt. Der Zwang zum Lernen besitzt zugleich den Vorteil, dass du weniger Selbstdisziplin benötigst und der Studienabschluss rascher vollzogen werden kann.

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