Wechsel von einer Präsenzuni zum Psychologie-Fernstudium und umgekehrt

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

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Das Leben steckt voller Überraschungen und ist somit nur in begrenztem Umfang planbar. Vor allem in jungen Jahren werden häufig die Weichen für das weitere Berufsleben gestellt. Das Studium der Psychologie zählt zu den etabliertesten Studiengängen der Bundesrepublik. Zahlreiche Präsenzuniversitäten, aber auch Fernuniversitäten, bieten ein entsprechendes Studium an. Für viele Interessierte ist die Frage nach den Wechselmöglichkeiten von der einen Form zur anderen entscheidend.

Was kann der Student tun, wenn er während seiner Studienzeit merkt, dass für ihn persönlich eine andere Studienform mehr Erfolg verspricht? Welche Möglichkeiten hat der Studierende beispielsweise, wenn er die allgemeinen Lebenskosten, die durch die eigene Wohnung in der Nähe einer örtlich ansässigen Universität begründet werden, nicht mehr finanzieren kann? Was kann der Student andererseits tun, wenn er die letzten Jahre seiner Ausbildung an einer Präsenzuniversität absolvieren möchte? Es ist vor allem sehr wichtig, dass Studenten sich selbst über mögliche Alternativen informieren können. Immerhin sollen die letzten Semester des Psychologiestudiums nicht umsonst gewesen sein.




Der Wechsel von einer Präsenzuniversität zu einer Fernuniversität

Das Studium der Psychologie orientiert sich an einem modularen Aufbau. Insofern ist es durchaus denkbar, dass der eingeschriebene Student einer Präsenzuniversität zu einer Fernuniversität wechselt. Dabei ist allerdings vorab zu hinterfragen, welche Prüfungen, die bereits an der Universität erfolgreich absolviert wurden, von der Fernuniversität angerechnet werden können. Die Fernuniversitäten machen sich diesbezüglich nicht nur ein Bild von der Quantität, sondern vielmehr auch von der Qualität der bestandenen Prüfungsleistungen. Eventuell kann der Bewerber auch Weiterbildungsmaßnahmen angerechnet bekommen. Möchte der Student von der Präsenzuniversität zu einer staatlich anerkannten Fernuniversität wechseln, muss er ein entsprechendes Anrechnungsformular ausfüllen. Daneben muss er sämtliche Zeugnisse sowie Leistungsnachweise in beglaubigter Form einreichen. Insoweit die Informationen lückenhaft sind, kann die Fernuniversität weitergehende Nachweise verlangen. Dies sind insbesondere fachliche Modulbeschreibungen sowie Inhaltsaufstellungen. Im Regelfall werden die psychologischen Prüfungsleistungen von der Fernuniversität ohne einen Notenfestsetzung anerkannt. Das bedeutet, dass die Fernuni zwar die Leistung an sich, aber keineswegs die tatsächliche Prüfungsnote übernimmt. Dies ist deswegen notwendig, da jede Lehreinrichtung einen anderen Bewertungsmaßstab für sich aufgestellt hat. Um die Gesamtnote zu berechnen, die mit dem Abschluss an der Fernuniversität erzielt wird, werden die einzelnen Prüfungsergebnisse miteinander verrechnet, die an der Fernuniversität erzielt werden konnten. Für die Anrechnung von Einzelleistungen gilt selbstverständlich dann etwas anderes, wenn der Studierende den Wechsel in Betracht zieht, weil er beispielsweise die Masterprüfung im Fach Psychologie an der Präsenzuniversität nicht bestanden hat. Insoweit ist auch die Fernuniversität kein Trittbrett, um endgültig nicht erbrachte Prüfungsleistungen zu kompensieren. Ebenso werden keine Prüfungsergebnisse berücksichtigt, die während einer Schul- oder Berufsausbildung erzielt werden konnten. Nichtsdestotrotz sollte sich der wechselwillige Student über die Anforderungen präventiv informieren, da sie unter den Lehranstalten nicht einheitlich geregelt wurden. Das ist insbesondere der Fall, wenn eine Fernuniversität aus einem anderen Bundesland bevorzugt wird.

Der Wechsel von einer Präsenzuniversität zu einer Fernuniversität

Der Wechsel von einer Fernuniversität zu einer Präsenzuniversität ist ebenso möglich. Allerdings sollten sich Interessierte zuvor mit der Studienordnung der bevorzugten Hochschule auseinandersetzen. Mit der Internationalisierung der Studienabschlüsse haben die Universitäten zeitgleich die eigenen Anforderungen selbst ausformuliert. Dies gilt insbesondere auch für den Fachbereich Psychologie. Außerdem ist die Anzahl der Studierenden pro Semester begrenzt. Solange sich die Anzahl der Studierenden aufgrund von Exmatrikulation oder Wechsel nicht reduziert hat, ist ein Wechsel von der Fernuniversität nahezu ausgeschlossen. Des Weiteren werten manche Hochschulen den Wechsel als Zweit- oder Langzeitstudium. Das bedeutet, dass der Studierende erhöhte Semesterkosten zu tragen hat. In einigen Fällen kann der Semesterbeitrag bis zu 800 € ausmachen. Ferner kann nicht garantiert werden, dass die Leistungen, die während des Psychologiestudiums an der Fernuniversität absolviert wurden, auch an der neuen Hochschule angerechnet werden. In einigen Fällen werden die Leistungen zum Teil ganz oder teilweise berücksichtigt, in anderen Situationen kann es indes vorkommen, dass die Hochschule keinerlei Prüfungsaufwand aus der Vergangenheit honoriert. Studenten, die mit einem Wechsel liebäugeln, sollten sich zudem auf einen bürokratischen „Papierkrieg“ einstellen. Insoweit die Leistungen, die der Studierende an der Fernuniversität unter Beweis gestellt hat, nicht anerkannt werden, ist mit einem Zeitverlust zu rechnen, da die Module erneut belegt werden müssen.

Fazit – Die Prüfungsanforderungen vor dem Wechsel vergleichen

Bevor der Wechsel von der einen Hochschulform zur anderen in die Realität umgesetzt wird, sollte sich der Studierende über die Zulassungsvoraussetzungen informieren. Vor allem die persönliche Veränderung von der Fernuniversität zur Präsenzuniversität kann mitunter nachteilig sein. Das ist besonders dann der Fall, wenn sich der Student bereits in einem höheren Semester befindet und seine Prüfungsleistung nicht angemessen von der örtlichen Universität gewürdigt wird. In diesem Fall würde der Hochschüler einen Zeitverlust hinnehmen müssen, der zugleich mit hohen Kosten einhergehen kann. Der umgekehrte Weg wird den Betroffenen häufig vor weniger Probleme stellen, da die Fernuniversitäten allgemein sehr großzügig im Umgang mit den bereits geleisteten Prüfungen sind.

 

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