Kann ich nach einem Fernstudium in Psychologie psychotherapeutisch tätig werden?

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

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Die Psychologie ist ein sehr weitreichendes Fachgebiet, so dass Absolventen zahlreiche Möglichkeiten offen stehen. Derweil ist ein Großteil der Hochschüler daran interessiert, nach dem erfolgreichen Abschluss an einer Fernuniversität als Psychotherapeut zu arbeiten. Insoweit stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Ausbildung zu einer derartigen Tätigkeit berechtigt.

Die Grundvoraussetzungen für die Tätigkeit als Psychotherapeut

Der erfolgreiche Abschluss des Psychologiestudiums an einer Fernuniversität berechtigt noch nicht zur Ausübung einer psychotherapeutischen Tätigkeit. Grundvoraussetzung ist dennoch, dass der Interessent einen erfolgreichen Abschluss nachweisen kann. Der Fernstudiengang selbst setzt sich aus unterschiedlichen Modulen zusammen. Dazu zählen vor allem Grundlagenwissen, Anwendungsfelder sowie die Methodenlehre. Um letztendlich als Psychotherapeut arbeiten zu können, müssen Hochschüler, im Anschluss an ihre Ausbildung, eine mehrjährige Zusatzausbildung absolvieren. Die Qualifikation dauert im Regelfall noch einmal fünf Jahre. Während dieser Zeit kann der Absolvent allerdings schon einer Berufstätigkeit nachgehen. Hat der Auszubildende sowohl die Qualifikationsmaßnahme als auch das Studium an der Fernuniversität erfolgreich abschließen können, darf er sich sodann als Psychotherapeut niederlassen.

Das Berufsbild des Psychotherapeuten

Als Psychotherapeuten können sich Absolventen in Kliniken, Krankenhäusern oder in einer selbstständigen Praxis niederlassen. Es gehört zu den Kernaufgaben eines derart ausgebildeten Therapeuten, sich mit den psychosomatischen und seelischen Problemen der Patienten auseinander zu setzen. Die Haupterkrankungen sind Depressionen, Burn-Out, Suchtprobleme, Essstörung oder anderweitige Druck- sowie Konfliktsituationen. Dementsprechend hoch sind auch die individuellen Persönlichkeitseigenschaften, die von dem Psychotherapeuten verlangt werden müssen. Grundvoraussetzung ist eine gewisse Art der Sensibilität, um die Probleme der Patienten ernst nehmen zu können. Andererseits muss der Therapeut eine selbstschützende Distanz zu seinen Patienten aufbauen. Dies ist insbesondere deswegen wichtig, weil das eigene Leben ansonsten einer latenten Gefahr ausgesetzt wird.

Es handelt sich bei den Beruf um einen geschützten Berufstitel. Im Anschluss an das Studium kann die Ausbildung entweder in Voll- oder in Teilzeit absolviert werden. Während die Teilzeitausbildung einen Zeitraum von fünf Jahren umfasst, ist der erfolgreiche Abschluss bei einer Vollzeitlösung bereits nach drei Jahren möglich. Während der Ausbildungszeit werden dem Auszubildenden die speziellen Therapieverfahren erläutert. Dies sind vor allem tiefenpsychologische, verhaltenspsychologische sowie analytische Methoden. Die Ausbildung endet mit der erfolgreichen Approbation. Häufig muss auch eine Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt werden, damit die Psychotherapeuten ihre Patienten auch auf Basis eines Krankenscheins behandeln und therapieren können. Andernfalls würde es zu Schwierigkeiten bei der Kostenabrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse kommen.




Die Ausbildung zum Psychotherapeuten

Die Anforderungen, die an eine Ausbildung zum Psychotherapeuten gestellt werden, sind bundesweit klar definiert. Insgesamt müssen die Auszubildenden 4200 Stunden während ihrer Ausbildungszeit absolvieren. Den Großteil, mit 1800 Stunden, umfasst die praktische Ausbildung, die innerhalb von anderthalb Jahren geleistet werden muss. Davon verbringen die Lernenden etwa ein Jahr in einer psychiatrischen Klinik. Die restliche Zeit können sie selbst planen. Dementsprechend haben sie die Wahl zwischen einer etablierten Praxis, die von einem Psychotherapeuten geführt wird, einer Psychiatrie, einer psychosomatischen Klinik oder in einer psychotherapeutischen Einrichtung, die von einem Facharzt geleitet wird. 600 Stunden fallen jeweils auf die theoretische Ausbildung sowie auf die Patientenbehandlung in einer kooperierenden Ambulanzstation. Insgesamt verbringen die Auszubildenden noch 270 Stunden mit einer Selbsterfahrung sowie einer Supervision. Inwieweit die Ausbildung vergütet wird, hängt von den teilnehmenden Einrichtungen ab. Wenn überhaupt ein Gehalt gezahlt wird, so liegt es etwa im Rahmen eines Arztes im Praktikum.

Die Ausbildung zum Psychotherapeuten wird bundesweit von mehreren Stellen angeboten. Daher sollte sich der Interessent direkt mit dem favorisierten Institut oder dem regionalen Fachverband auseinandersetzen. In Deutschland existieren mittlerweile über 400 verschiedene Ausbildungsinstitute, so dass die Chancen für einen Ausbildungsplatz entsprechend hoch sind. Den Instituten ist es allerdings vorbehalten, spezielle Aufnahmekriterien zu schaffen. Diese müssen vom Bewerber erfüllt werden, damit er überhaupt in den Genuss eines freien Platzes kommen kann. Diesbezüglich ist eine persönliche Kontaktaufnahme unvermeidbar. Eine entsprechende Übersicht, über die unterschiedlichen Fachausbildungsstätten, können sich Interessierte über die Fachverbände zukommen lassen.

 

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