AWW

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

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Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW)

Die 1975 gegründete Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung AWW ist eine Einrichtung der Universität Hamburg. Sie gehört zu den renommiertesten Anbietern von wissenschaftlicher Weiterbildung in Deutschland, beschäftigt jährlich ca. 120 Dozentinnen und Dozenten und hat 4500 Teilnehmer/innen pro Semester. Ihr Angebot richtet sich an Erwachsene, die sich privat und beruflich weiterbilden möchten, um ihren persönlichen Horizont zu erweitern oder sich neue Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung reagiert damit auf die wachsende Bedeutung lebenslangen Lernens und die Herausforderung, die die flexibilisierte Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft an den Einzelnen stellt und innerhalb derer Weiterbildung einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Das Ziel besteht dabei darin, Bildungsangebote auf wissenschaftlichem Niveau bereitzustellen, die passgenau auf das jeweilige Bildungsbedürfnis zugeschnitten sind.
 

Studienmöglichkeiten

Die AWW hat in den vergangenen vier Jahrzehnten ein breites Weiterbildungsangebot für Berufstätige geschaffen, die sich auf wissenschaftlichem Niveau neu mit ihrem jeweiligen Berufsfeld beschäftigen möchten, sich über die aktuelle Forschung informieren und praxisnah wissenschaftliche Ergebnisse und Methoden kennenlernen oder ihr diesbezügliches Wissen erweitern möchten.

Im Bereich „Weiterbildung für den Beruf“ finden sich Angebote aus den vier Kategorien Erziehung, Psychologie und Beratung; Kunst und Kultur; Management und BWL sowie Sprachen. Wer auf dem Gebiet der Erziehung und Psychologie professionell tätig ist oder tätig werden möchte, kann derzeit beispielsweise zwischen Kursen in Arbeits- und Organisationspsychologie, Integrativer Lerntherapie, Konfliktberatung und Mediation sowie Lehre und Kursgestaltung über das Internet wählen. Im Bereich Kunst und Kultur können Teilnehmer sich aus kunstwissenschaftlicher und kunstgeschichtlicher Perspektive mit ausgewählten Werken und Epochen beschäftigen, etwa mit Konzepten und Positionen zeitgenössischer Kunst. Am größten ist das Angebot in Management und BWL, einem Gebiet, auf dem sich auszukennen heute nicht nur für professionelle Betriebswirtschaftler von größter Bedeutung ist. Hier finden sich Grundkurse für effektives Wirtschaften, aber auch Fachkurse für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsrecht, Personal- und Organisationsentwicklung, Projekt- und Prozessmanagement, Virtuelle Teamarbeit, Change Management und Lernen in Organisationen sowie Wissensmanagement. Im Fachbereich Sprachen werden weniger grundlegende Sprachkenntnisse als speziell berufsbezogene Fachkompetenzen vermittelt: Hier können Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden, aber auch das Gebärdensprachdolmetschen erlernen.

Einige Angebote werden dabei als berufsbezogene E-Learning-Kurse angeboten, die zugleich in die Nutzung virtueller Lehr- und Kommunikationsmedien einführen.
Ergänzt wird das berufsbezogene Weiterbildungsangebot der AWW durch Vorlesungen und Seminare im Rahmen des „Kontaktstudiums für ältere Erwachsene“, das 1993/1994 eingeführt wurde und sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger wendet, die sich neben dem Beruf und/oder der Familie wissenschaftliches Wissen unterschiedlicher Disziplinen aneignen und sich mit wissenschaftlicher Forschung beschäftigen möchten. Das Kontaktstudium ist dabei in das allgemeine Lehrangebot der Universität Hamburg eingegliedert; die jeweiligen Veranstaltungen sind dem Vorlesungsverzeichnis der AWW in jedem Semester neu zu entnehmen.
Auch die allgemeinen öffentlichen Vorträge und Vorlesungen sind für Interessierte offen, sie decken das gesamte Fächerspektrum der Universität ab und sind zum Teil auch als interdisziplinäre Ringvorlesungen konzipiert, indem Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einen Dialog eintreten können.
 

E-Learning und Präsenzseminare: Die Studienorganisation der AWW

Das berufsbezogene Weiterbildungsstudium der AWW ist zumeist in Form von Präsenz- und E-Learning-Modulen organisiert, die berufsbegleitend und praxisorientiert konzipiert sind. Die Präsenztermine werden während des laufenden Semesters an Samstagen durchgeführt, im Modul „Arbeits- und Organisationspsychologie“ aus dem Fachbereich „Erziehung, Psychologie und Beratung“ sind beispielsweise 2 siebenstündige Präsenztermine an Samstagen vorgesehen, für die eine Anreise nach Hamburg notwendig ist. Die weiteren Kursinhalte können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 4 Monaten Regelstudienzeit und mit einem Gesamtaufwand von 100 Arbeitsstunden eigenständig und selbstorganisiert aneignen.

Ein benotetes Abschlusszertifikat bescheinigt ihnen dann einen Arbeitsaufwand von 4 international anerkannten Credit Points (CP), die sie sich gegebenenfalls auf ein späteres Studium an einer Hochschule ihrer Wahl in einem verwandten Studienfach anrechnen lassen können, sofern die Modulinhalte sich hinreichend ähneln. Auf diese Weise können berufsbegleitend Studienleistungen vorgezogen werden, wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein anschließendes Studium anstreben. Aber auch als eigenständige Weiterbildungen sind die Zertifikate der AWW anerkannt. Ein anderes Beispiel wäre das auf Englisch durchgeführte Weiterbildungsangebot „Marketing – How companies go to market“ aus dem Fachbereich „Management und BWL“, das 150 Stunden in 4 Monaten, ebenfalls 2 Präsenztermine umfasst und im Rahmen dessen die Studierenden 5 Credit Points erlangen können. Neben diesen einzelnen Seminaren bietet die AWW auch ganze Bachelor- und Masterstudiengänge an, die in der Regel dreieinhalb Jahre im berufsbegleitenden Fernstudium dauern und 120 Credit Points umfassen.
 

Zugangsvoraussetzungen der Kurse des AWW und Kosten

Mit der Studiendauer, dem Umfang der belegten Kurse bzw. Studiengänge und dem angestrebten Abschluss variieren auch die Zugangsvoraussetzungen und Kosten, die deshalb nicht pauschal angegeben werden können. Hier nur drei Beispiele: Der bereits genannte Kurs „Arbeits- und Organisationspsychologie“ setzt einen ersten Hochschulabschluss oder gleichwertige Kenntnisse und Fähigkeiten sowie 1 Jahr Berufspraxis voraus und kostet etwa 800 Euro; während sich der Master-Studiengang „Integrative Lerntherapie“ vor allem an ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, studierte Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Psychologinnen und Psychologen wendet und dessen Kosten sich insgesamt auf etwa 10 000 Euro belaufen.

Studieninteressierte, die die in einem Kurs angegebenen Voraussetzungen nicht erfüllen, können sich persönlich informieren; über Einzelfallregelungen entscheidet eine Expertenkommission, die für diesen Zweck eingerichtet ist. Über Finanzierungsmöglichkeiten informiert frühzeitig das Jobcenter, insbesondere über die Möglichkeit eines Bildungsgutscheins oder einer Weiterbildungsprämie.

 

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