Erfahrungsbericht Bildungswissenschaften an der FernUni Hagen

In wenigen Schritten zum richtigen Fernstudium

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Erfahrungsbericht von Anouschka B., 43 Jahre:

Während meines Erziehungsurlaubs kam unsere ältere Tochter in die gymnasiale Oberstufe. Für mich war das eine Möglichkeit, zeitgleich mein Abitur nachzuholen und so meinem Kind ein wenig Ansporn zu geben, damit sie aus einem Motivationstief herausfinden konnte. Nach zweieinhalb Jahren hatte ich das Abitur endlich in der Tasche und das auch noch mit einem guten Notendurchschnitt. Dabei war ich als 41-jährige sozusagen Klassenälteste und nicht mehr so im Lernprozess, wie meine deutlich jüngeren Mitstreiter.

Abends saß ich somit in der Schule und tagsüber verdiente ich etwas Geld als Tagesmutter hinzu. Auf diese Weise lernte ich die Vorzüge kennen, wie Lernen und Arbeiten gut miteinander vereinbar waren. Mit dem Abitur kam allerdings der Ehrgeiz, bildungstechnisch nicht weiter auf der Stelle zu treten und nach einigem Suchen bin ich auf die Fernuniversität Hagen gestoßen. Im Grunde brauchte es nicht lange, bis ich mich zu einem Studium der Bildungswissenschaften durchringen konnte. Der besondere Reiz lag darin, dass die Studiengänge an der Fernuni Hagen überwiegend im Selbststudium mit Printmedien absolviert werden können. Bei der Immatrikulation musste ich mich zwischen dem Bachelor- oder dem Masterstudiengang entscheiden. Ich wählte erst einmal die in meinen Augen einfachere Version, den Bachelorstudiengang.

Mit dem Semesterstart bekam ich die entsprechenden Printmedien zugeschickt. Dabei richten sich die Studiengebühren nach der Anzahl der Wochenstunden, die für die jeweiligen Module angesetzt werden. Zudem hatte ich noch die Auswahl, ob ich als Vollzeit- oder Teilzeitstudent meine Unterlagen durcharbeiten wollte. Das war für mich ein weiterer Sympathiepunkt, denn auf diese Weise haben auch Berufstätige die Möglichkeit, sich nach ihren persönlichen Neigungen individuell neben dem Beruf weiter zu bilden und somit völlig andere Ausgangspositionen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.

Nun lag er da, mein immens großer Stapel an Studienunterlagen und es kam ein wenig Panik auf, ob das Pensum überhaupt zu schaffen sei. In relativ kurzer Zeit fand ich heraus, dass das Studium kein reines Selbststudium ist. Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen zusammen zu schließen. Dieses kann in den zahlreichen Studienzentren geschehen, die im gesamten Bundesgebiet mehr oder minder gut erreichbar sind, oder über den virtuellen Hörsaal. Dort können die Studierenden sich online über die jeweiligen Thematiken und Fragestellungen austauschen und neue Erkenntnisse gewinnen. Zu den einzelnen Modulen stehen verschiedene, aber durchaus kompetente Betreuer online zur Verfügung, die den Lernprozess des Einzelnen in die gewünschten Bahnen lenken. Es sind nur wenige Präsenzseminare verpflichtend, in der Regel sollten die Studierenden im Studiengang mindestens an einem teilgenommen haben. Das kann allerdings von den verschiedenen Fakultäten abweichen und es schadet wirklich nicht im Geringsten, wenn man mehrere Seminare besucht. Die Anmeldungen hierzu sollten allerdings zeitnah geschehen, denn die Gruppe der Teilnehmer ist bewusst klein gehalten. Somit bekommt der gesamte Studiengang mehr den Anschein und den Komfort eines Privatunterrichts und lässt die Gedanken an überfüllte Hörsäle, in denen die Professoren ihren Stoff im Schnelldurchlauf präsentieren, sich völlig in ein Nichts auflösen.

Da außer den Gebühren und den AStA-Beiträgen keine weiteren Studiengebühren anfallen, muss der Lernstoff nicht mit aller Gewalt durchgearbeitet werden. Besonders wenn die Abschlussklausuren der einzelnen Module anstehen, kann sich diese Art des Studiums als sehr hilfreich erweisen. Zumal einem nicht alle Thematiken rund um die Bildung, die Mediendidaktik oder der Projektarbeit gleich gut liegen. Im Zweifel kann man sich noch rechtzeitig vor einer Klausur, die in ausgesuchten Universitäten geschrieben werden, abmelden, ohne dass es Auswirkungen auf die Anzahl der Fehlversuche hat. Allerdings kann man erst mit dem Bestehen einer bestimmten Anzahl von Modulen in das nächste Studienjahr einsteigen. Von daher ist also dennoch ein gewisses Maß an Disziplin und Organisation erforderlich, damit auch das dritte Studienjahr im siebten Semester erfolgreich mit der Abschlussarbeit beendet werden kann.

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